Im Derby entwickelt sich ein komisches Gefühl
Donnerstag 22. November 2007 @ 09:31 Uhr - (1196 mal gelesen)Im Derby entwickelt sich ein komisches Gefühl
Hockey: Auch beim VfL-Nachwuchsturnier sind Spiele gegen den Ex-Klub gewöhnungsbedürftig
Vom 22.11.2007
st. Beste Derbystimmung herrschte am frühen Sonntag in der Jakob-Kiefer-Halle: beim Kinderhockeyturnier des VfL Bad Kreuznach standen sich die B-Mädchen des Gastgebers und vom Kreuznacher HC gegenüber.
Die Lokalrivalinnen legten sich mächtig ins Zeug und wurden mächtig angefeuert. Mächtiger Jubel brandete auf, als Helena Krell nach einem schönen Spielzug das 1:0-Siegtor für den KHC erzielte. Für die Torschützin war es schon “ein etwas komisches Gefühl”, dass in diesem Prestigeduell den entscheidenden Treffer geschossen hatte – sie war nämlich früher beim VfL aktiv.
Auch KHC-Torfrau Jule Schmidt, die eigentlich Feldspielerin ist und im Derby nur einmal herauslaufen musste, fand das Spiel gegen die einstigen Mannschaftskameradinnen immer noch etwas gewöhnungsbedürftig – auch wenn man schon öfter gegeneinander gespielt und meist der KHC gewonnen hatte. Von VfL-Trainer Marcel Janson gab es Lob für beide Seiten: Für seine VfL-Mädchen, die sich gesteigert hatten, und einen ehrlichen Glückwunsch für die Matchwinnerin. “Wir Spieler beider Vereine haben keine Probleme miteinander”, betonten Janson und Georg Schmidt, der “ganz früher” die Mädchen trainiert hatte und sie jetzt wieder übernehmen will.
Auch Turnierleiter und C-Mädchentrainer Dominic Ginkel hatte einige ehemalige Schützlinge im KHC-Trikot gezählt – mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Lachend deshalb, weil er als richtiger Sportsmann froh darüber war, dass die Talente wenigstens dem Sport mit dem Krummschläger treu geblieben sind. “Hockey ist eine Randsportart und braucht Leute”, betonte Ginkel und freute sich, dass es in Bad Kreuznach Potenzial gibt: Die neue Bambini-Truppe des VfL ist in Kürze auf rund 20 Kinder angewachsen. Nächstes Jahr wird vielleicht beim Kinderturnier ein Wettbewerb für Knirpse eingebaut.
Mit der jetzigen Veranstaltung konnte Ginkel zufrieden sein: Alle 38 Teams waren gekommen und dank disziplinierten Wechseln konnte die Spiele sogar überpünktlich absolviert werden. Bemerkenswert im teils weit gereisten Teilnehmerfeld waren die D-Mädchen aus München, die Ginkel noch freitags um 21.30 am Bahnhof abgeholt hatte: Die 7- bis 9-Jährigen waren nur mit Trainerin und Betreuerin unterwegs: “Bei den Jungs müssen immer Mama und Papa dabei sein”, waren die Münchnerinnen stolz, dass sie schon viel selbständiger waren. Eins der Mädchen hatte besondere Reiselust: In der Vorwoche war sie mit den Größeren beim Jugendturnier an der Nahe, kam Montags nach Hause und war freitags schon wieder Richtung Kreuznach unterwegs. “Die sind hart im Nehmen”, staunte der Turnierleiter und verriet, dass einige Mädchen nach ihrer Rückkehr direkt in die Schule müssen.
Richtig stolz war Ginkel auf seine C-Mädchen, die Potenzial, aber noch wenig Erfahrung haben – und sich nach einem Riesenkampf einen Sieg gegen den HC Gernsbach verdienten. Torhüterin Anika Behringer hatte dabei drei Penaltys gehalten. Erstmals stand bei dieser Truppe Trainerin Jenna Vietig, unterstützt von Betreuerin Annemarie Kallauke an der Linie: Die Damenspielerin soll das Team übernehmen. “Sie hat ihre Feuertaufe glänzend bestanden”, lobte Ginkel
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