Endlich Kaiserwetter für “Regenturnier”
Montag 5. Mai 2008 @ 09:32 Uhr - (876 mal gelesen)Endlich Kaiserwetter für “Regenturnier”
Hockey: Mädchen-Turnier des VfL ein voller Erfolg/Nur Fahnenklau trübt Stimmung
Vom 05.05.2008
Beim 34. Mädchenturnier der VfL-Hockeyabteilung war alles ein wenig verdreht: Während die Veranstaltung der weiblichen Jugend schon seit Jahren als Regenturnier gilt und die Knabenveranstaltung als “Sonnenturnier”, hatten dieses Mal die Mädchen den Frühsommer gepachtet.
Von
Heidi Sturm
Für unfreiwillige Güsse hatten nur mitunter die Rasensprenger gesorgt, die ungeplant losgingen und die Zaungäste vollspritzten – was allerdings beim Kaiserwetter sogar noch eine willkommene Abwechslung war. Für den Ehrenvorsitzenden Horst Schrögel, der einst die Turniere aus der Taufe gehoben hatte und nun wohlwollend die Entwicklung seines “Kindes” verfolgte, war das vollkommen geänderte Wetter nicht weiter verwunderlich, sondern einfach eine Folge der frühen Feiertage: “Wir hatten hier ja schon immer Ende April, Anfang Mai herrliches Wetter”, sagte Schrögel, der dann die dunklen Wolken in diesem Jahr eher über den Knaben sieht, die in drei Wochen die Schläger kreuzen werden.
Bergstedt größte Gruppe
Geschäftsführer Hans-Wilhelm Hetzel, der wieder eine mehr als 300-Seiten starke Hockey-Fibel akribisch erstellt hatte, blieb dann auch in diesem Jahr von den Bitten verschont, doch einmal wegen der ausgleichenden Gerechtigkeit die Termine der Knaben und Mädchen zu tauschen: Die kleinen Evatöchter konnten Eis schleckend und im Badeanzug oder Strandkleidchen durchs Stadion flanieren und sich die erste Sommerbräune zulegen. “Die haben alles dabei”, wusste der Vater von zwei Töchtern, der sich über die riesigen Turnierkoffer der Mädchen schon gar nicht mehr wunderte. “Da könnte ich vier Wochen mit in Urlaub fahren”, sagte Hetzel und ergänzte, dass da die Jungs doch “deutlich schmerzfreier” sind. Wegen des großen Gepäcks hatten die VfL-Organisatoren ihr “Rundum-Sorglos-Paket” um einen weiteren Service erweitert und ihre Shuttle-Fahrzeuge zum Gepäcktransport zu den großen Reisebussen auf den großen Parkplatz geschickt: Dort kamen teilweise binnen zehn Minuten gleich vier riesige Reisebusse voll mit unternehmungslustigen Mädchen an. Die größte Gruppe im Feld mit 72 Mannschaften aus 30 Vereinen hatte wieder Hamburg-Bergstedt mit zwei Bussen, 80 Mädchen und zehn Betreuern gestellt. Mit dabei war wieder Stammgast Bobby Preugschat, der mit 74 Jahren keine Mannschaft mehr betreut, aber Jahr für Jahr mit seinem Cockerspaniel ins schöne Bad Kreuznach und zu den guten Freunden der Hockeyfamilie reist – im Gepäck natürlich wieder die fangfrischen Nordseefische direkt vom Hafen für das Betreueressen.
Disziplinierte Gäste
Mit dabei war auch wieder eine Mannschaft aus Prag, die bekannt problemlos war: Ob die morgens um sieben Uhr oder abends um acht spielen müssen, die treten ohne murren an”, staunte Hetzel über die Zucht und Ordnung. Andere Mädchen hatten mit dem frühen Spielbeginn teilweise noch ihre Probleme: Zwar hörte man morgens um halb sechs schon das erste “klackklack” der Kugeln, aber um 7.20 Uhr vor dem offiziellen Anpfiff wurde dann öfter etwas getrödelt: “Vielleicht mussten die sich noch schminken oder waren schon wieder müde”, kommentierte Hetzel.
Auch in diesem Jahr hat der VfL sein Angebot als möglichst perfekter Gastgeber wieder erweitert: Neben 1500 Getränkeflaschen als Gastgeschenk für alle Spieler, dem blauen Raben, in dem in diesem Jahr als Animateur FSJ-lerin Kathrin Vestner steckte oder der großen Milchkanne, die einmal etwas anderes bot als Pommes und Bratwurst, lockte in diesem Jahr auch die neue Hockeyterrasse vom Tennisheim, die etwa über dem großen Trubel den besten Überblick aufs bunte Geschehen inmitten der Zeltstadt bot.
Für Aufregung sorgte ein Koffer, der verlassen am Stadioneingang stand. Nachdem die Sanitäter ihn kontrolliert und ihn für “bombenfrei” attestiert hatten, wurde der vergessene Eisbehälter zur Abholung in der Turnierleitung deponiert. Etwas frustriert war Hetzel über eine verschwundene Fahne in der Walpurgisnacht: Das neue und nicht billige Stück war fachmännisch vom umgelegten Fahnenmast entfernt worden. Ob dies nun Maihexen oder Souvenirjäger waren, konnte noch nicht geklärt werden.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 5. Mai 2008 um 09:32 und abgelegt unter Jugend. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.


